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Aus
dieser Seite möchten wir auf Fragen eingehen, die jemanden
durch den Kopf schießen könnten,
für den der motorlose Flugsport mit dem Drachen absolutes
Neuland ist.
Ergänzend
bietet unsere Übersicht "Abkürzungen,
Stichworte und Fachbegriffe" zu vielen Begriffen
eine Erklärung
oder einen entsprechenden Link.
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Deine
Frage ist nicht dabei? Dann stell' sie uns im Gästebuch
!!!
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1.
Was genau ist ein Drachen?
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Ein
Drachen (oft auch Hängegleiter genannt - daher
die gängige Abkürzung HG) besteht grob
gesagt aus Aluminiumrohren, die mit einem Segeltuch
überspannt sind, so dass ein auftrieberzeugendes
Profil entsteht, genau wie an einem Flugzeugflügel.
Unter dem Flügel ist ein Dreieck aus Alu-Rohren
befestigt, das dem Piloten die Steuerung
des Gerätes durch Gewichtsverlagerung erlaubt.
Bilder:
Charly-Finsterwalder
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2.
Worin unterscheidet sich ein Drachen (HG) von einem
Gleitschirm (GS)?
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Die
wesentlichen Unterschiede zum Gleitschirm sind: Die
Flügel sind mit Aluminiumrohren versteift, ein
Gleitschirm erhält seine auftriebserzeugende
Form erst, wenn der Pilot den Schirm beim Start
durch das "Aufziehen" mit Luft füllt.
Beim
Drachenfliegen genießt Du die liegende
Position, wohingegen ein Gleitschirmflieger
"im Himmel sitzt". Nur mit dem Drachen
kannst Du das echte "Vogel-Feeling" erleben.
Mit dem Drachen kannst Du wesentlich schneller fliegen
(>100 km/h sind möglich) als mit einem Gleitschirm,
daher fällt das Fliegen bei stärkerem
Wind leichter bzw. macht es erst möglich. Dein
Drachen bietet Dir mehr aerodynamische Stabilität
als ein Gleitschirm...

Gleitschirm |
Gleitschirmpilot |
Drachen |
Drachenpilot
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Was
ist gefährlicher? Drachen- oder Gleitschirmfliegen?
Man
kann pauschal nicht sagen, dass eine der beiden
Flugsportarten gefährlicher ist. Beim Gleitschirm
treten in turbulenter Luft (Thermik, Starkwind,
Windscherungen...) verschiedene Deformationen des
Fluggerätes auf. Der Pilot muss diese entweder
durch vorrausschauendes, aktives Fliegen vermeiden,
oder -wenn nicht vermeidbar- durch die richtige
Reaktion ausleiten bzw. korrigieren.
Sollte das nicht gelingen, bleibt nur das Rettungsgerät.
Es werden spezielle Sicherheitstrainings empfohlen,
in denen diese Flugzustände willkürlich
erzeugt werden und die richtigen Reaktionen geübt
werden. Start und Landung sind bei böigem,
starken Wind sehr anspruchsvoll.
Beim
Drachenfliegen ist der Flug selbst durch das stabile
Fluggerät eigentlich unkritisch. Ein vorsichtiger
Drachenflieger wird das Rettungsgerät in seiner
Fliegerlaufbahn wohl nie benötigen. Die einzigen
Gründe wären eine Kollision in der Luft,
ein Tuck
oder beschädigte oder falsch aufgebaute Fluggeräte.
Start, Landeeinteilung und Landung sind dagegen
anspruchsvoll und somit unfallträchtiger. Grundsätzlich
kann ein Drachen jedenfalls nicht einfach so abstürzen,
und Unfälle sind zu über 90% eindeutig
auf Fehlverhalten des Piloten zurückzuführen,
oft auch aus Leichtsinn...
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3.
Wie gefährlich ist Drachenfliegen?
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Drachenfliegen
ist so gefährlich wie der Pilot selbst. Zum
Drachenfliegen gehört wie bei allen Flugsportarten
ein hohes Maß an Verantwortung und Charakterstärke.
Ein 'guter' Pilot ist in der Lage sein Gerät
wieder abzubauen und auf einen Flug zu verzichten,
z.B. bei zweifelhaften Flugbedingungen, wenn er
sich nicht fit fühlt, oder das Fluggerät
nicht in Ordnung ist.
Wichtig ist auch dass Du als Newcomer am Anfang
einen Drachen fliegst, der Dich nicht überfordert.
Es gibt zum Beispiel auch Drachen, die sind fast
so langsam zu fliegen und zu landen wie ein Gleitschrim
(die Skyfloater)
und bieten dabei auch ein völlig stabiles Flugverhalten.
Sicherheit
wird beim Drachenfliegen groß geschrieben.
Kernstück der Sicherheit sind ein geprüftes
und zugelassenes Fluggerät, sowie eine professionelle
Pilotenausbildung. Zur Sicherheitsausrüstung
gehören Helm und Rettungsfallschirm. Wer die
Sicherheitsgrundsätze einhält und das
Wetter berücksichtigt, dem kann eigentlich
nichts passieren.
Daher wird Drachenfliegen versicherungsrechtlich
vom Bundesarbeitsgericht als nicht besonders gefährlich
eingestuft.
Demonstration
Rettungsgerät
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Fliegerhelm
(mit Funk)
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Entgeltfortzahlung:
Drachenfliegen ist nicht "besonders gefährlich"
Drachenfliegen ist keine "besonders gefährliche"
Sportart, so dass ein Arbeitgeber Lohn oder Gehalt
fortzahlen muss, wenn ein Mitarbeiter wegen eines
Unfalls beim Drachenfliegen arbeitsunfähig
krank ist und ihm nicht nachgewiesen werden kann,
dass er die üblichen Sicherheitsvorkehrungen
und Regeln verletzt hat. (Bundesarbeitsgericht,
5 AZR 338/79)
Quelle: zdf.de
Ein
Drachen wird wie ein Auto erst nach technischer
Prüfung (Belastungstests, aerodynamische Tests,
Testflüge) als Muster zugelassen und muss auch
regelmäßig zum Check (=Drachen-TÜV
/ Gütesiegelprüfung).
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4.
Wo kann man starten, fliegen und landen?
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Start:
Gestartet werden darf nur auf vom DHV
zugelassenen Geländen, wovon es aber eine ganze
Menge gibt. Zum Starten müssen natürlich
einige Vorraussetzungen erfüllt sein. Das Wetter
muss unbedenklich sein, der Wind darf nicht von
hinten kommen (mit Rückenwind kann nicht gestartet
werden) und der Luftraum muss frei sein.
In
Österreich gibt es wie überall auf der
Welt zugelassene Fluggelände, aber es darf
auch an anderen Stellen gestartet werden, wenn ein
gefahrloser Start und eine gefahrlose Landung möglich
sind und die Grundstückseigner einverstanden
sind. Ausnahmen sind Kontrollbereiche von Flugplätzen
und Flugschulgelände (dort muss die Flugschule
um Erlaubnis gefragt werden).
Flug:
Der Luftraum ist in verschiedene Zonen gegliedert.
In den einen darf man fliegen, in den anderen nur
mit Einschränkungen oder unter bestimmten Voraussetzungen
(z.B. Flugfunk), in wieder anderen Lufträumen
darf gar kein Drachen geflogen werden (z.B. in Flughafennähe).
Genaueres, z.B. das Lesen der Luftraumkarten, lernst
Du im Theorie-Unterricht der Ausbildung.
Landung:
Gelandet werden muß auf einem offiziellen
Landeplatz. Manche Fluggelände haben reine
Drachenlandeplätze. Häufiger kommen gemischte
Landeplätze vor (Drachen und Gleitschirm).
Überall gelandet werden darf bei Notfällen
oder wennn Du bei Unfällen zur Hilfe eilen
musst.
Wer den Streckenflugschein / B-Schein hat (das ist
die höchste Scheinstufe) darf prinzipiell auch
sogenannte 'Aussenlandung' machen. Bei Flurschäden
ist der Pilot über die normale Haftpflicht
versichert.
Anfängerfreundliche Fluggebiete findet Ihr
in unserer Gelände-Datenbank.

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5.
Wie kommt der Drachen in die Luft?
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Entweder
wird von einem Startgelände an einem Berghang
mit Anlauf gestartet. Oder Du lässt Dich von
einer Winde oder einem Ultraleicht-Flieger (UL) in
die Lüfte schleppen. Mehr erfährst Du in
unserer Rubrik (Um-)Schulung.
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6.
Wann und bei welchem Wetter kann man fliegen?
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Geflogen
werden kann generell zu jeder Jahreszeit. Allerdings
sollte es weder regnen, noch schneien oder sogar hageln
- das kann schnell ins Auge gehen, da sich die Flugeigenschaften
des Drachens stark verändern, wenn das Segel
richtig Nass wird oder vereist.
Bestimmte Wetterlagen (Gewitter, Fön, starke
Turbulenzen bei Starkwind) sind Tabu. Auch Nachts
darf nicht geflogen werden (wir haben leider kein
Sonar wie die Fledermäuse).
Noch
eine Bedingung gibt es: Der Wind muss aus der zum
Startplatz passenden Richtung in einer angemessenen
Stärke wehen, da nur mit Gegenwind oder Nullwind
gestartet werden kann. Aber bist Du erstmal abgehoben
ist die Windrichtung ziemlich egal. Drachenflieger
kleben förmlich stets mit einem Auge an der Wetter-
und Windvorhersage, weshalb wir auch etliche Wetter-Links
auf unserer Linkseite angebracht haben.
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7.
Muß man sich die ganze Zeit festklammern? |
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Das
könnte niemand aushalten. Du liegst bequem im
Gurtzeug, das im Schwerpunkt
des Drachens mit einem Karabiner eingehängt ist.
Nach dem Start ziehst Du die Beine ins Gurtzeug,
das dann wie bei einem Schlafsack mit einem Reißverschluss
bis zur Landung verschlossen wird.
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Gurtzeug
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8.
Wie bleibt ein Drachen in der Luft?
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Ein
Drachen (oft auch Hängegleiter genannt - daher
die gängige Abkürzung HG) besteht grob
gesagt aus Aluminiumrohren, die mit einem Segeltuch
überspannt sind, so dass ein auftrieberzeugendes
Profil entsteht, genau wie an einem Flugzeugflügel.
Der Drachenflügel ist auf der Oberseite stärker
gewölbt als an der Unterseite. Deshalb muss
die Luft, die von vorne nach hinten über das
Segel strömt, an der oberen Seite des Segels
eine weitere Strecke zurücklegen, als die Luft
an der Unterseite - und das in der selben Zeit.
So entsteht an der Oberseite ein Unterdruck, der
den Drachen durch einen Sog nach oben zieht (ca.
2/3 der Auftriebskraft). An der Unterseite hingegen
entsteht ein Überdruck, der den Drachen nach
oben drückt (ca. 1/3 der Auftriebskraft). Wirkt
die Auftriebskraft, so sagt man "die Strömung
liegt an".
Höhe
(=potentielle Energie) kann in Geschwindigkeit (=kinetische
Energie) verwandelt werden, und umgekehrt - d.h.
je schneller Du fliegst,
desto schneller sinkst Du mit Deinem Drachen. Und
wenn Du bei hoher Geschwindigkeit den Drachen abbremst,
so wird er ein Stückchen steigen.
Um
aber wirklich hoch hinaus zu kommen, musst Du Thermik
suchen und nutzen. Dabei fliegst Du wie ein Raubvogel
immer im Kreis - möglichst nah am Zentrum der
Thermik, die oft wie ein Schlauch in den Himmel
ragt (unsichtbar, oft unter Wolken), und lässt
Dich in einer spiralförmigen Flugweise in die
Höhe tragen. Man spricht dann in Fliegerkreisen
von einem Thermik-Bart den man auskurbelt.
Der
Drachen steigt also nicht gegeüber der Luft,
sondern mit der warmen Luft in der Thermik, die
schneller steigt als die Umgebungsluft. Ausserdem
gibt es noch andere Möglichkeiten lange in
der Luft zu bleiben. Zum Beispiel in einem 'Aufwindband'
zu fliegen, das an einem Hang dadurch entseht, dass
anströmender Wind in die Höhe gepresst
wird. Oder
auch im wunderbar gleichmäßigem Seewind,
der durch grossräumige Luftzirkulation an Meeresküsten
entsteht.
Hang-Aufwindband
in flacherem Gelände |
Hang-Aufwindband
in steilerem Gelände |
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9.
Wie hoch, wie lange und wie weit kann ich mit einem
Drachen fliegen?
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Solange
Du Luft findest, die aufgrund Ihrer Wärme schneller
aufsteigt als Dein Drachen sinkt (=Thermik) kannst
Du steigen - manchmal bis auf über 4000m, das
hängt von der Stabilität bzw. Labilität
der Luftmassen ab. Allerdings braucht man in dieser
Höhe schon ein Sauerstoffgerät. Ab 3000m
Höhe kann die Entscheidungsfähigkeit des
Piloten bereits wegen Sauerstoffmangels erheblich
beeinträchtigt sein.
Nach einem Start auf einem 500m hohen Berg landest
Du, wenn Du keine Thermik findest, nach ca. 8 Minuten
auf dem Landeplatz - dann bist Du die 500 Höhenmeter
einfach hinabgesegelt.
Suchst und erwischst Du allerdings eine Thermik, so
kannst Du Dich hoch hinaustragen lassen und von dort
aus weiterfliegen, um weiter unten wieder neue Thermik
zu suchen und Dich von neuem hochtragen zu lassen
und weiterzufliegen...usw. usw.
So kann man manchmal einige hundert Kilometer weit
fliegen - ganz ohne Motorkraft!!! Es gibt offizielle
Streckenflug-Wettbewerbe (oft XC-Cups genannt) in
fast allen Ländern der Welt.
Ein guter Flug misst sich nicht allein an seiner Dauer,
aber 1 Std. bis 3 Std. fliegen ist oft drin. Der Rekord
liegt bei über 11 Stunden...
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10.
Wie kann ich einen Drachen steuern?
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Ein
Drachen wird allein durch die Verlagerung des Schwerpunktes
gesteuert. Dies geschieht, indem der Pilot (gelb)
sich im Trapez (grün) nach vorne, hinten,
rechts oder links bewegt. Dabei stößt er
sich an der Basis (grün, waagerecht) ab
und liegt entspannt in seinem Gurtzeug.

Bewegt
der Pilot sich nach links, so leitet der Drachen
eine Linkskurve ein, die anschließend mit
einer Bewegung des Piloten nach rechts wieder ausgeleitet
wird.
Umgekehrtes gilt für eine Rechtskurve.

Drückt
der Pilot die Basis in Richtung seiner Füße
(schiebt sich also nach vorne über die Basis
hinweg), so wird der Schwerpunkt nach vorne verlagert,
der Drachen beschleunigt - und sinkt schneller.
Drückt der Pilot die Basis von sich nach vorne
weg, so wird der Drachen langsamer. Bei sehr starkem
Drücken kommt es zum Stall (=Strömungsabriss).
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11.
Wie kann ich einen Drachen transportieren?
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12.
Kann ich mir die Farbe meines Drachens aussuchen?
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Wenn
Du den Drachen fabrikneu kaufst, kannst Du bei der
farblichen Gestaltung des Segels immer ein Wörtchen
mitreden. Bei gebrauchten Geräten oder Vorführgeräten
musst Du Dich natürlich mit dem vorhandenen Design
anfreunden...
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13.
Was kostet mich das Drachenfliegen?
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Drachenfliegen
- die billigste Art zu fliegen !!!
Die Ausbildung bis zum
beschränkten Luftfahrerschein (A-Schein),
mit dem du an fast allen Fluggeländen fliegen
darfst, kostet ca. EUR 900.-
Die Ausbildung im Tandem am UL-Schlepp
ist deutlich teurer, da ja auch die Spritkosten
und der UL-Pilot mit bezahlt werden müssen.
Und der Fluglehrer noch intensiver gefordert ist
wie am Hangstart.
Eine komplette Einsteigerausrüstung mit Drachen,
Gurtzeug, Rettungsgerät (=Fallschirm) und Helm
bekommt man gebraucht schon ab EUR 1.200.- bis EUR
1.800,- Die Neupreise für herkömmliche
Drachen liegen zwischen EUR 3.000,- (Einsteiger)
und ca. EUR 5.000,- (Hochleisterdrachen). Für
eine Wettkampfmaschine musst Du neu ca. EUR 7.000,-
berappen. Ein Starrflügler kostet zwischen
EUR 7.000,- und 9.000,-
Ein Drachen kann - wenn sorgsam mit ihm umgegangen
wird - weit über 10 Jahre geflogen werden.

Starrflügler
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14.
Brauche ich einen Führerschein?
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Ja,
Du musst eine praktische
und theoretische
Ausbildung mit anschließender Prüfung durch
den DHV absolvieren, um alleine und selbstständig
fliegen gehen zu dürfen.
Über die verschiedenen Ausbildungsarten (Hangstart,
Winde, UL-Schlepp) erfährst Du mehr in unserer
Rubrik (Um-)Schulung.
Die Prüfung verläuft ähnlich der Autoführerscheinprüfung:
nach bestandener theoretischer Prüfung wird ein
Prüfungsflug absolviert, der vom Boden aus vom
DHV-Prüfer in drei Teile unterteilt bewertet
wird: Start, Flug und Landung.
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15.
Was lerne ich während der Ausbildung?
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Die
Ausbildung beginnt mit Laufübungen im flachem
Gelände eines Übungshangs. Mit dem Drachen
auf den Schultern läufst Du ein Stück, bis
Du merkst, dass er immer leichter wird und schließlich
fliegt.
Video
vom Übungshang (3.5 MB)
Über
den weiteren Verlauf der praktischen Ausbildungsarten
erfährst Du mehr in unserer Rubrik (Um-)Schulung.
Im
Theorieunterricht
(20 Std.) erfährst Du einiges über die
folgenden Themen:
> Gerätekunde
> Flugpraxis (Sicherheit und Gefahreneinweisung)
> Wetterkunde
> Luftrecht
> Aerodynamik
> Verhalten in der Natur
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17.
Brauche ich einen eigenen Drachen zum fliegen?
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In
der Grundausbildung zum L-Schein
fliegst Du am Übungshang mit einem Drachen,
den für gewöhnlich die Flugschule
zur Verfügung stellt.
Entscheidest Du dich nach dem L-Schein für's
Weitermachen zum
A-Schein, so solltest Du Dir einen eigenen Drachen
anschaffen, der zu Deinem Körpergewicht und
Deinem Können genau passt.
Anfängerfreundliche
Drachen findest Du zur Genüge in unserer Gerätedatenbank
;-)
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18.
Muß ich mich extra versichern?
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In
der Aubildung brauchst du keinen Versicherung, da
Schäden an Anderen durch die Haftpflichtversicherung
der Flugschule abgedeckt sind.
Nach Absolvierung des A-Scheins, also als sogenannter
Freiflieger, muss man einen Halterhaftpflichversicherung
für Personen- und Sachschäden über
3 Mio. EUR Deckungssumme abschließen.
Der DHV bietet hier eine weltweit gültige
und günstige
Versicherung. Zusatzversicherungen sind nur
für Fluglehrer und Tandempiloten vorgeschrieben.
Eine
Berufunfähigkeitsversicherung abzuschließen
ist deine eigene Entscheidung, vielleicht hast du
ja schon eine.
Dabei muss man bei den meisten Versicherung einen
Aufpreis als Drachenflieger in Kauf nehmen. Es gibt
aber auch Versicherungen, die keinen Aufschlag für
Drachenflieger berechnen.
Für
Medizinische Kosten kommt während der Ausbildung
und danach die normale Krankenversicherung auf.
Drachenfliegen
ist versicherungsrechtlich nicht als gefähliche
Sportart eingestuft. Die Kosten für die Krankenkassen
sind im Vergleich zu anderen (Breiten-) Sportarten
vernachlässigbar.
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19.
Welche Voraussetzungen und Anforderungen muss ich
erfüllen?
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Das
wichtigste ist, daß du mindestens 14 Jahre alt,
und bereit bist Dir viel Zeit zu nehmen, um das Fliegen
gründlich zu lernen und regelmäßig
zu praktizieren.
Du brauchst nicht besonders sportlich sein, Ausdauer
aber kann vor allem in der Ausbildung und bei langen
Flügen nicht schaden. Muskelpakete sind ebenfalls
nicht erforderlich - das zeigen Frauen, die mit dem
Drachen erfolgreich fliegen. Eine Altersgrenze nach
oben gibt es nicht.
Eine gesunde Portion Selbstvertrauen solltest Du in
Verbindung mit gesunder Selbsteinschätzung mitbringen
und natürlich vor allem Lust aufs Fliegen! Verantwortungsbewusstsein
sollte Dir auch ein Begriff sein...
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20.
Nix für mich? Ich hab' doch Höhenangst bzw.
Flugangst...
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Höhenangst:
"Wenn ich im 4. Stock über das Geländer
sehe, wird mir ganz anders, und ich ziehe mich zügig
aber behutsam zurück. Das selbe an Abhängen,
Türmen oder Bergen. Aber wenn ich meine Flügel
auf dem Rücken habe ist dieses Gefühl wie
weggeblasen, denn ich weiß: I CAN FLY !"
Allerdings ist Höhenangst etwas sehr subjektives
und sollte nicht einfach ignoriert werden; Schwindelfreiheit
dagegen ist nicht unbedingt eine Vorraussetzung fürs
Drachenfliegen.
Flugangst:
Es ist nicht für alle Menschen einfach und selbstverständlich,
sich in ein Flugzeug zu setzen und einem Wildfremden
sein Leben anzuvertrauen. Man sitzt in seinem Sessel,
bekommt nichts aus dem Cockpit mit und hofft und vertraut...
Aber beim Drachenfliegen bist DU der Pilot - Du weißt
genau was Du Dir zumuten kannst und willst!
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21.
Bin ich zu alt, zu dick, zu blöd, zu schwach
zum fliegen?
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Zu
alt? Es gibt genügend Flieger die weitaus
älter als 60 Jahre sind, und etliche fangen in
diesem Alter "erst" die Ausbildung an -
wo ein Wille ist...
Zu dick? Der Drachen mit dem Du fliegst und
dessen Segelfläche ist stets auf Dein Körpergewicht
abgestimmt. Besonders Schwergewichtige fliegen einfach
einen sogenannten Tandem-Drachen, mit dem man normalerweise
zu zweit fliegt.
Zu blöd? Es geht hier weniger um Intelligenz...
viel mehr um Intuition und Gefühl, und die Fähigkeit
Gefahrenpotential zu erkennen und zu minimalisieren
- d.h. nicht übermütig zu werden und den
nötigen Respekt zu bewahren.
Zu schwach? Die Kraftanstrengung beim fliegen
ist eher gering (je nach Flugdauer und Bedingungen).
Selbstverständlich können Frauen die den
Willen haben die anstrengende Grundausbildung durchzuziehen
drachenfliegen. Leider fliegen bisher vieeeeel zu
wenig Mädels mit dem Drachen durch die Gegend.
Wo seid Ihr ???
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22.
Ich lese immer wieder vom DHV... was ist das?
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DHV
steht für "Deutsche Hängegleiter
Verband". Das ist der Dachverband der Deutschen
Drachen- und Gleitschirmflieger. Der DHV hat vom
Staat Aufgaben übertragen bekommen, wie z.B.
Prüfung und Zulassung von Geräten, Geländen,
Piloten, ... Der DHV versendet an alle Mitglieder
eine informative und unterhaltsame Fachzeitschrift
"DHV Info" und bietet Dir kostengünstige
Versicherungen (Haftpflicht, Unfallvers., Tandemvers.,
Fluglehrervers., etc.)
Schau einfach mal auf die Homepage
des DHV, da wirst Du sehen, dass die eine ganze
Menge fürs Fliegen tun...
Weitere Abkürzungen, Stichworte und Fachbegriffe
findest Du hier.

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23.
Muss ich mich einer fliegerärztlichen Untersuchung
unterziehen?
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Ein
fliegerärztliches Zeugnis ist für das
Drachenfliegen nicht notwendig. Die Ausbildungsstelle
(Flugschule) entscheidet vor bzw. während der
Ausbildung, ob der Pilot physisch und psychisch
in der Lage ist, die Pilotenlizenz zu erwerben.
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24.
Körperliche Behinderung - nicht unbedingt ein
Hindernis?
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Generell
gilt dass Du, auch wenn Du eine körperliche
Behinderung hast, gute Chancen hast, das Drachenfliegen
zu erleren und zu erleben. Auch für Rollstuhlfahrer
gibt es Möglichkeiten, mit dem Drachen zu fliegen.
Mehr darüber hier.
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25.
Was wiegt eigentlich so ein Drachen?
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Das
Gewicht hängt stark von der Größe
bzw. Segelfläche des Gerätes ab. Kleinere,
leichtere Piloten benötigen kleinere Flügel.
Ausserdem wiegen Einsteigergeräte in der Regel
weniger als Hochleistungsdrachen oder gar Starrflügler.
Wenn der Wind ins Segel greift (am Start mit Gegenwind)
spürst du das Drachengewicht kaum noch. Im
Flug hält der Drachen Dich, und das
Gewicht ist egal.
Ein
typischer Einsteiger wiegt ca. 24 - 30 kg
Hochleister sind schwerer, da Sie mehr Segelmaterial
haben: ca. 28 - 35 kg
Turmlose Drachen oder Wettkampfgeräte wiegen
ca. 32 - 38 kg
Tandemgeräte und Starrflügler wiegen zwischen
34 und 40 kg
Manche
Skyfloater
und Einsteiger wiegen nicht mehr als knappe 20 kg!
Also wenig mehr als ein Gleitschirm mit Ausrüstung...
Ihr
könnt in der Gerätedatenbank
nach Drachengewicht sortieren.
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