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 (Um-) Schulung  /  Ausbildung
 
 
 

 

...und wo kann man Drachenfliegen lernen, und welche Flugschule bietet welche Art von Ausbildung an?
Hier gehts zu den Antworten in der heb-ab Schulen-Datenbank
 
 

 
 
 Hangstart-Ausbildung
 
 


Bei dieser günstigen Methode den Drachenfugschein zu machen beginnt die Schulung an einem niedrigen Übungshang einer Flugschule.
 

 
L-Schein
   
Zuerst wird wie bei allen anderen Startartausbildungen auch der Aufbau des Gerätes unter Anleitung gelernt, anschießend macht der Schüler Laufübungen mit einem Drachen in der Ebene, und geht dann -abhängig vom Lernfortschritt- Mal für Mal, Meter für Meter höher an den Übungshang.
 
Im Gegensatz zum Gleitschirmfliegen ist bei der Drachenausbildung die Grundausbildung am Übungshang der anspruchsvollste Teil der Ausbildung.
Vor allem das Erlernen des Gerätehandlings bei Start und Landung ist nicht gerade einfach und schweisstreibend.
Es muss wirklich sitzen und internalisiert sein bis man die ersten Höhenflüge macht. Bei der Grundausbildung wird die Ausrüstung von der Flugschule gestellt.
 
 
A-Schein (in Österreich: Sonderpilotenschein)
Wenn man dann anschließend eine Ausrüstung hat beginnt die Höhenflugausbildung zum beschränkten Luftfahrerschein.
Die meisten Flüge werden in den Alpen absolviert. Dabei benutzen heute (alle) Flugschulen die Möglichkeit die Flugschüler über Funk einzuweisen.
 
 
B-Schein (in Österreich: Überlandflugberechtigung)
Eine Aufbaustufe ist der unbeschränkte Luftfahrerschein. Er berechtigt zu Streckenflügen - d.h. auch die Landung auf einem anderen Gelände als dem des Starts.
 
 
D-Schein
Der D-Schein bietet dem Schüler bei entsprechender Eignung die Möglichkeit einem Schulungsgelände in dem er zuvor eingewiesen wurde und mit Flugauftrag des Fluglehrers selbstständig Ausbildungsflüge für den A-Schein (in Österreich: Sonderpilotenschein) durchzuführen.
 

 

Die genauen Ausbildungswege zu den jeweiligen Scheinen findet Ihr detailliert beschrieben (Diagramme) nebst schönen Bildern hier: www.dhv.de
 

 

UL-Schlepp-Ausbildung
 

  
          
 
Bei dieser neuen Methode der Drachenflugausbildung fliegen Lehrer und Schüler im Tandem die ersten Flüge gemeinsam.
Gestartet wird der Tandemdrachen (entweder mit Fahrgestell versehen, oder vom Startwagen aus) im Schlepp von einem Ultraleicht (UL) gezogen. Schon nach den ersten Flügen ist der Schüler in der Regel in der Lage den Dachen selbst zu steuern und kann anschließend auch Soloflüge machen.

Der dabei erworbene Schein berechtigt allerdings nur zu Starts in dieser Startart. Für Starts an einer Seilwinde oder am Hang muss eine Zusatzausbildung, evt. Eine Höhenflugeinweisung im Gebirge absolviert werden.

Der Nachteil dieser Ausbildungsmethode sind die hohen Ausbildungskosten.

Der DHV hält auch zu diesem Thema ausfürliche Infos für Dich bereit: www.dhv.de (z.B. Schlepptechnik, Startwagen, ...)

 
 

 

Windenschlepp-Ausbildung
 
 

 
          
Bisher war diese Form der Ausbildung bei der der Schüler durch eine stationäre Winde geschleppt wird eine Zusatzausbildung zum Hangstart.
 
Mit dem neuen Luftrecht ist auch der A-Schein komplett an der Winde zu machen.
Für die Hangstart oder UL-Schleppstartberechtigung ist wieder eine Einweisung notwendig.
 
Auch der Windenfahrer benötigt eine Ausbildung um Drachen schleppen zu können.
Mit dem neuen Luftrecht wird die Ausbildung zum Windenfahrer durch eine Einweisung ohne Prüfung ersetzt.

Der DHV hält auch zu diesem Thema ausfürliche Infos für Dich bereit: www.dhv.de (z.B. Physik des Windenschlepps)

 
 

 

Umschulung
 
 


 
In letzter Zeit, vor allem seit der Etablierung der Starrflügler in der Drachenszene, ist der Zahl der Gleitschirmpiloten die zusätzlich den Drachenflugschein machen gestiegen.

Die Bedingungen der Umschulung wurden vom DHV auf die bei Gleitschirmpiloten bereits vorhandenen Qualifikationen angepasst.
Die Umschulung sieht wie folgt aus.

 
 
Variante I
 
Der GS-Pilot macht eine konventionelle Hangstart-Grundausbildung (Drachen-L-Schein).
Meistens haben Gleitschirmpiloten aufgrund ihrer bereits vorhandenen Erfahrungen dabei wenig Probleme und kommen schnell mit dem neuen Fluggerät zurecht. Am schwierigsten ist für die meisten die Umstellung in einem höheren Geschwindigkeitbereich zu fliegen.
 
Danach erfolgt eine Höhenflugeinweisung (Mindestens 15 Flüge) unter Aufsicht eines Fluglehrers.
 
Eine Prüfungspflicht besteht nicht. Die ausbildende Flugschule beantragt die Scheinerstellung wenn der Schüler ausreichende Flugpraxis aufweisen kann und sicher mit dem Gerät fliegt.
 
 
Variante II
 
Statt der Hangstartausbildung kann der Umschüler die ersten Flüge im Tandem mit einem Fluglehrer im UL-Schlepp absolvieren. Nach ersten Erfahrungen können die Umschüler bereits nach wenigen Flügen gut mit dem Drachen umgehen und können Alleinflüge machen.
 
Eine Hangstartausbildung erfolgt anschließend am Übungshang , nachdem der Schüler bereits Drachen fliegen kann.
 
Nach ausreichend vielen Höhenflügen (die UL-Schleppflüge werden angerechnet) erfolgt die Umschreibung des Scheins. Die Höhenflugausbildung kann nach neuem Luftrecht auch komplett am UL-Schlepp durchgeführt werden. Der Schüler erhält den Schein dann für die Startart UL-Schlepp.
 
 
 
Bei beiden Varianten muss der Umschüler eine theoretische Ausbildung in den Fächern
Gerätekunde und Flugpraxis (Verhalten in besonderen Fällen) absolvieren.
 
 
 

 

Drachenfliegen für Rollis & Co.
 
 

      
 
Dass Drachenfliegen auch für Menschen mit Handicap eine erfüllende Sportart werden kann zeigt das Modell, dass das Flugcentrum Westerwald gemeinsam mit der Sporthochschule Köln durchführte.
Wer auf der Erde im Rolli fährt aber nicht darauf verzichten möchte ein Vogel zu werden, für den bietet die Drachenflugmethode am UL-Schlepp ideale Möglichkeiten.

Weitere allgemeine Infos gibt's unter www.natko.de
Weiterführende Links, Ausbildungsangebote und Voraussetzungen für's Drachenfliegen trotz Handicap auf www.parawings.de

Und hier die Seiten von der "Interessengemeinschaft Luftsport treibender Behinderter e.V." www.rolliflieger.de

 
 

 

Theorie & Ausbildungsrichtlinien
 
 

Die Ausbildung zum Drachenflieger besteht natürlich nicht nur aus Praxisunterricht (das ist das, was man nicht erklären kann ;-) sondern auch aus Theorie (das ist das, was man nicht versteht ;-))


Deutschland
Österreich
   

Für den Grundkurs (L-Schein) mindestens 5 Unterrichtsstunden in
- Gerätekunde
- Flugpraxis und Verhalten in besonderen Fällen

Im A-Schein-Kurs hat man dann folgenden Theorieunterricht:
Mindestens 20 Unterrichtsstunden in den Fächern
- Luftrecht
- Wetterkunde
- Aerodynamik
- Gerätekunde
- Flugpraxis und Verhalten in besonderen Fällen
- Verhalten in der Natur

Für den Streckenflugschein (B-Schein) wird zusätzlicher Theorieunterricht benötigt: mindestens 20 Stunden in den Fächern
- Wetterkunde
- Luftrecht
- Navigation
- Streckenflugpraxis

Für die Grundausbildung mindestens 12 Unterrichtstunden in den Fächern:
- Gerätekunde
- Flugpraxis einschl. Geländekunde und Naturschutz
- Aerodynamik
- Wetterkunde
- Luftfahrtvorschriften

Für den Sonderpilotenschein (entspricht deutschem A-Schein) mindestens 18 Unterrichtsstunden in den Fächern:
- Gerätekunde
- Flugpraxis und Umweltschutz
- Flugwetterkunde
- Luftfahrtrecht
- Erste Hilfe und Flugmedizin
- Geografie und Geländekunde für Streckenflieger

Für die Überlandberechtigung (entspricht den deutschen B-Schein) mindestens 15 Unterrichtsstunden in den Fächern:
- Luftfahrtrecht
- Meteorologie
- Navigation und Geografie
- Streckenflugplanung und sportliche Aspekte

   

 

Seit Mai 2003 sind die neuen Bestimmungen zur Ausbildung in Kraft getreten.
 
Für Drachen ergeben sich wesentliche Änderungen dadurch, dass die Ausbildung startartbezogen durchgeführt wird.
D.h. dass man auch den A-Schein (in Österreich: Sonderpilotenschein) komplett mit der Ausbildung am UL-Schlepp absolvieren kann.
Für die Hangstartberechtigung ist dann eine Einweisung notwendig.

Die genauen Ausbildungswege zu den jeweiligen Scheinen findet Ihr detailliert beschrieben (Diagramme) nebst schönen Bildern hier: www.dhv.de

 

Die IPPI-Card (Internationaler Pilotenschein) empfiehlt sich bei Flügen im Ausland, Ihr bekommt sie beim DHV.