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Vorsicht beim
Start auf Startrampen bei Geräten mit variabler Geometrie.
Das VG-Seil nicht locker hinterherschleifen damit es sich beim
Startlauf nicht verhängen kann. Am Besten über die Instrumentenhalterung
legen. Beim Start empfiehlt es sich die VG leicht
vorzuspannen - vor der Landung frühzeitig die VG entspannen.
Verwendet
keine Alukarabiner sondern Stahlkarabiner. Drachen haben eine
sehr hohen Bruchfestigkeit. Es wäre Unsinn diese hohe Bruchlast
durch eine weniger bruchsichere Aufhängung zu verringern.
Der Aufbau
sollte wie ein Ritual immer in der gleichen Reihenfolge und vor
allem in Ruhe erfolgen. Dadurch ist die Gefahr gering, etwas Wichtiges
zu vergessen.
Bei starkem Wind entweder den Drachen mit der Nase zum Wind liegend
aufbauen. Beim Aufstellen dann aber immer einen Helfer zum Halten
hinzuziehen.Beim stehenden Aufbau in starkem Wind den Drachen
grundsätzlich immer so stellen, dass die Nase vom Wind wegzeigt,
und ggf. die Basis oder Räder mit Steinen oder Gurtzeug fixieren.
Besonders auf Swivel achten. Diese werden gern vergessen; vor
allem bei Hochleistern bei denen sie im Segel integriert sind.
Immer einen Vorflugscheck machen. Dabei die Symmetrieprobe nicht
vergessen!
Immer noch
ist eine der Hauptrisikoquellen beim Drachenfliegen, dass ein
Pilot vergisst sich vor dem Start in den Drachen einzuhängen.
Leichtsinn, häufig auch bei erfahrenen Piloten ist hier tödlich.
Der Pilot startet und fasst aus Reflex noch kräftiger zu
sobald er merkt dass er nicht eingehängt ist. Lange kann
er sich nicht halten und fällt aus dem Drachen. Es sind Fälle
bekannt bei denen Piloten es geschafft haben sich durch einen
'Feldaufschwung’ ins Steuertrapez zu schwingen.
Folgende Tricks helfen dabei das Risiko zu minimieren:
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Liegeprobe:
Jeder Schüler lernt bereits in den ersten Ausbildungstagen
sich vor dem Start in den Drachen zu legen um zu prüfen
ob er richtig eingehängt ist. Sie ist immer notwendig!
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Das Gurtzeug
einhängen bevor der Pilot ins Gurtzeug
steigt. Es kann dann auch eine Art Liegeprobe nur mit dem
Gurtzeug gemacht werden. Diese Methode macht aber nur Sinn
wenn der Pilot sich dann nie aus dem Drachen aushängt,
sondern wenn er nicht starten will immer aus dem Gurtzeug
steigt und dieses im Drachen hängen lässt. |
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Einhängeschild:
Über eine Schnur wird ein Warnschild 'Einhängen’
im Sichtfeld des Piloten befestigt. Die Schnur wird mit dem
Gurtzeug eingehängt. Bei Einhängen wird das Schild
nach oben gezogen und verschwindet aus dem Gesichtsfeld. |
Auch diesen
lernt man, wie den Vorflugcheck, schon als Schüler ausgiebig.
Vergesst nicht den Helm zu schließen, darauf zu achten,
dass ihr in den Beinschlaufen seid und die Splinte des Rettungsgerätes
verschlossen sind. Auch ein Blick auf die Füße (offene
Schnürsenkel) kann nicht schaden. Um Druckstellen im Flug
zu vermeiden, ist es auch gut die Taschen der Kleidung auf Gegenstände
zu kontrollieren.
Die Landung,
das weiss jeder Drachenflieger, ist so gut wie die Landeeinteilung.
Zur Landeeinteilung ist es gerade in der Anfängerphase
wichtig immer das Peilen zu üben.
Peilen heisst, dass ihr bei Gegen-, Quer- und Endanflug
immer wieder auf den Landpunkt schaut um die Höhe abzuschätzen.
Das hilft wirklich unheimlich!
Ganz wichtig, das sage ich euch als Anfänger aus eigener
Erfahrung: Guck immer auf dein Ziel - nicht auf Hindernisse, deinen
Drachen oder sonstwohin! Unglaublich, was für einen positiven,
erleichternden Effekt das hat Leute!
Achtet darauf keine Kurven mehr in Bodennähe zu machen und
stoßt am Anfang (gerade bei Wind oder wenn ihr noch nicht
sicher seid wann der ideale Ausstoßzeitpunkt bei euren Drachen
ist) nicht zu heftig aus. Eine Bauchlandung ist da sicherer (ausser
bei hohem Gras, Schnee, oder anderen Hindernissen auf der Landewiese).
Beim Ausdrücken sollten eure Hände an den Steuerbügeln
in Schulter- bis Augenhöhe sein! Wenn doch mal alles schief
geht, dann nehmt vor der Bodenberührung die Hände weg
vom Steuertrapez und verschränkt sie vor der Brust um einfach
durch das Trapez durchzupendeln.
Drachen müssen rechtzeitig auf sich aufmerksam machen, wenn
während der Landung auf dem Landeplatz noch andere Drachen
stehen oder Aufziehübungen von Gleitschirmfliegern gemacht
werden! Rechtzeitig für dem Landen schreien, oder gar eine
Trillerpfeife mitnehmen!
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Sollte
du es einmal in die blöde Lage kommen und unausweichlich
auf einen Baum bzw. Bäume zufliegen, dann ist eine
Baumlandung immer einer bloßen Baumberührung
vorzuziehen!
Du solltest
also immer die dichtesten und größten Baumkronen
anfliegen, um auf jeden Fall eine Baumberührung zu
vermeiden, und ganz normal auf dem Baum zu Landen versuchen.
Baumlandungen mit dem Drachen gehen häufig problemlos
vor sich, da der Drachen normalerweise im Geäst hängen
bleibt. Eher passiert etwas beim Abstieg vom Baum.
Deshalb
unbedingt Helfer informieren (Handy) oder zumindest auf
diese warten und eine
Rettungsschnur gut greifbar mitfliegen. |
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Um sicher
mit dem Drachen zu starten ist es vor allem notwendig in
der Ausbildung viele Starts gemacht zu haben um die Köperkoordination
zu perfektionieren. Faktoren wie das Startgelände (Geländeneigung
, Hindernisse) und die Windbedingungen spielen natürlich
auch eine große Rolle.
Rückenwind ist absolut Tabu, und Seitenwind darf nicht
stark sein und maximal 30% seitlich zu Startrichtung anströmen,
wobei je nach Fluggelände in den Wind vorgehalten
werden soll. Wichtig ist, dass der Drachen am Start
völlig neutral auf den Schultern ruht und sich nicht
durch den Wind bewegt. Ein kurzes Stück Wollfaden an
der vorderen Unterverspannung befestigt (Windspion) zeigt
Dir die Anströmrichtung am Drachen an. Ganz simple
Sache das, aber ein Muss!
Hast du dich einmal entschieden zu starten gibt es kein
Zurück. Dann nicht zaghaft sein, sondern dich voll
auf einen koordinierten Start konzentrieren. Wichtig ist
es nicht, möglichst rasant unterwegs zu sein, sondern
die Beschleunigung (Schrittlänge) beim Startlauf koordiniert
und kontinuierlich bis zum Abhebezeitpunkt zu erhöhen,
ohne den korrekt gewählten Anstellwinkel dabei zu verändern.
Bei Drachen mit Variabler Geometrie (VG) empfiehlt es sich
die VG am Start leicht vorzuspannen.
Umgreifen an die Basis erst mit sicherem Abstand zum Hang.
Solltet ihr bei starkem Wind Starthelfer benötigen,
dann lasst euch möglichst von Drachenfliegern die Unterverspannung
halten, die wissen, dass sie nur mit offener Hand von oben
dagegenhalten sollen. Gib den Starthelfern vor dem Loslaufen
mit einem deutlichen 'Frei' oder 'Start'
ein Signal zum Loslassen.
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Beim
Drachen sollte der Fallschirm wirklich nicht gebraucht werden.
Anders als beim Gleitschirm empfiehlt es sich daher auch
nicht die Auslösung in der Luft zu üben. Liegt
aber ein Geräteschaden vor, z.B. nach einer Kollision
oder nach einem Tuck ist es wichtig dass ihr die Rettung
schnell findet und auslösen könnt.
Fallschirm-Wurftrainings in der Halle bieten nahezu alle
Drachenflugschulen an. Wenn man den Fallschirm geworfen
hat, dann sollte man mit den Füßen ins Trapez
steigen und vor der Bodenberührung mit den Beinen den
Drachen kräftig ausstoßen. Vor dem Start grundsätzlich
kontrollieren, ob das Rettungsgerät korrekt verstaut
ist!
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Drachenflieger
können Ihren Fallschirm mit einem sog. Wirbel ausstatten
(s. Bild links), der das Einschnüren der geöffneten
Rettung durch Rotationsbewegungen verhindern soll.
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Unter einem
Tuck versteht man einen schnellen Überschlag des Drachens
nach vorne. Diese Phänomen ist äusserst selten (!) und
kommt fast nur in extrem turbulenten Windverhältnissen oder
bei extremen Windscherungen vor.
In der Regel sind modifizierten Drachen (veränderte Trimmung
für den Wettbewerb) oder Pilotenfehler (zu langsames Fliegen
bei stark thermischen Verhältnissen) die Ursache.
Ganz ausgeschlossen kann diese Phänomen nicht, da der Drachen
nun mal ein Nurflügler mit baumelndem Piloten ist. In Extremfällen
können dann große Druckpunktschwankungen zu diesem
Flugzustand führen.
Die sicherste Vorbeugung bei
rauen Windbedingungen ist
es, nicht nur mit Mindestgeschwindigkeit, sondern mit einer höheren
Geschwindigkeit zu fliegen, um energetische Reserven zu haben.
Ausserdem sind Lee-Gebiete im Gebirge zu meiden. Die sicherste
Vorbeugung ist es allerdings bei stark turbulenten Windverhältnissen
einfach zu landen.
Jeder Pilot
will erst mal nach oben kommen. Wer häufig fliegt wird aber
auch in die Situation kommen, dass er Höhe abbauen möchte,
das Fluggerät aber steigt und steigt.
Unbedenklich ist, wenn diese Phänomene eine feste Höhen-Obergrenze
haben, z.B. Seewind oder großflächige Talumkehrthermik,
über die der Drachen dann nicht mehr hinaussteigt.
Irgendwann (spätestens kurz bevor das Licht ausgeht) geht
es dann immer runter. Gefährlich ist es allerdings, wenn
man bei starker Wolkenthermik nahe an der Wolkenbasis fliegt und
der Drachen heftig steigt. Um nicht in die Wolke gesogen zu werden,
fliegt man dann mit stark gezogenem Steuerbügel, also mit
der maximalen, kontrollierbaren Geschwindigkeit von der Wolke
ins freie Land ab. Macht man das lange genug, kommt man aus den
Sogbereich der Wolke heraus. Gerade Umsteiger vom Gleitschirm
müssen aufpassen, dass sie nicht versuchen mit Steilspiralen
Höhe abzubauen. Damit schraubt man sich nur in die Wolke
hinein.
Bei stärkerem,
gleichmäßigem Hangwind (vor allem wenn er so laminar
ist wie beispielsweise auf Lanzarote) kommen auch Drachen-Newcomer
schon früh in den Genuss langer Flüge. Beim Thermikfliegen
allerdings ist es wie am Übungshang. Die Gleitis 'sitzen'
schon längst mit Startüberhöhung in der Thermik,
selbst wenn sie noch keinen runden Kreis fliegen können,
während die Drachennewcomer erst die richtige Flugtechnik
des Thermikfliegens lernen müssen.
Aber wenn man's erst mal kann...! ;-)
Dazu ein paar nützliche Tipps:
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Einfliegen
in die Thermik am besten in die Richtung wo es dir den Flügel
hebt.
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Immer
darauf achten in welcher Drehrichtung die Piloten fliegen,
die schon drin sind und dich dieser Drehrichtung anschließen!
Das ist sogar Vorschrift!
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| > |
Am
Anfang nie mit geringem Abstand zum Hang kreisen. Oft ist
es besser ein bisschen vom Hang wegzufliegen, weil ca. 100
m vor dem Hang größere und ruhigere 'Bärte'
hochsteigen
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| > |
Drin
bleiben im Kreis wenn man Steigen hat, aber nicht wenn es
runtergeht unnötig weiterkreisen.
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>
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Wenn
zuviel Tuchkameraden unterwegs sind, dann such doch einfach
woanders was. Mit dem Drachen kommst du an Stellen, wohin
sie dir nicht so leicht hinterher kommen können ;-)
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Folgende Untensilien
sind wichtig für deine Sicherheit:
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Steuerbügelräder
sind bei einem misslungenen Start wichtig, aber auch wenn
du auf dem Bauch landen solltest.

Luftrad |

Steckrad |
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Die Rettungsschnur
mit Bleigewicht ist nicht dazu da, dich im Falle einen Falles
vom Baum abzuseilen, sondern um ein Seil zum Abseilen zu dir
hochzuziehen.
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Erste-Hilfe
Päcken. Klein genug um im Gurtzeug verstaut
zu werden gibt es speziell für Flieger, enthält
das Notwendigste für den Notfall, aber natürlich
kannst du dir dein Päckchen auch selber schnüren...
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Wasserlandungen
sind immer lebengefährlich!
Wenn dein Landeplatz also in der Nähe eines Gewässers
ist, oder du mit einer Aussenlandung am Wasser rechnen musst,
aber auch in andere Notsituationen, kann ein Notfall-Messer
dein Leben retten, wenn du es gut greifbar am Gurtzeug
befestigst. Damit kann du dich schnell vom Einhängeband
losschneiden.
Spezielle Notfall-Messer
gibt's z.B. Charly oder Skyline (siehe unsere Linkseite).
 
Notfall-Messer |
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Simpel,
aber mit Sicherheit wichtig: ein Handy.
Immer
gut um im Notfall Hilfe zu rufen, besonders wenn Ihr vorher
alle wichtigen Notfallnummern eingespeichert habt.
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Fast
genau so simpel und hilfreich ist es, ein Auto-Leder-Lappen
im Gurtzeug dabeizuhaben.
Vor dem Start kannst du das Segel und die Anströmkante
von Wassertropfen befreien. Kleine Wassertropfen verändern
die Flugeigenschaften deines Drachens und so kann es schnell
(vor allem in Kurven) gefährlich werden...
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Brems-Fallschirm. Diese Utensile kannst
du erst brauchen wenn du einen schnellere Kiste fliegst
(Hochleister oder turmloser Drachen) um die Ausgleitstrecke
an kleinen oder kurzen Landeplätzen zu verkürzen.
Der Bremsschirm wird am Gurtzeug angebracht und sollte erst
geworfen werden, wenn die letzten Hindernisse überflogen
sind, da sich die Flug- und Gleiteigenschaften deines Drachens
mit dem Bremsschirm stark verändern. Aber den Schirm
erst bei voller Fahrt im Endanflug zu werfen ist auch nicht
der Renner.

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Helm. Ein Helm ist selbstredend sinnvoll
und sowieso vorgeschrieben. Für Drachenflieger sind
Integralhelme mit grossem Sichtfeld (siehe Bild) am geeignetsten.
Jeder Flieger-Helm hat
Öffnungen an den Ohren damit du das Fahrtgeräusch
hören kannst um deine Geschwindigkeit einzuschätzen.
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